Freitag, 16. September 2016

Meine Schreibzeit


Ich werkle immer noch an meinem Buch, momentan mehr als zu anderen Zeiten. So ist das immer. Entweder man hat viel anderes um die Ohren oder man hat Zeit zum schreiben und starrt mehr auf leere Seiten, als dass man auf ihnen schreibt.


Mein letztes Update zu meinem Schreibprojekt ist schon ein wenig her, also hier der neuste Stand:

Wörter: 24.681 geplante Kapitel: 34 fertige Kapitel: 17

Halbzeit also :D
Ich weiß nicht ob ihr das von euch auch kennt, aber ich kann am besten motiviert arbeiten, wenn ich den Fortschritt an meiner Arbeit auch wirklich sehen und einschätzen kann.
Wenn man allerdings an seinem PC vor einem Dokument sitzt, dann fällt es oft wirklich schwer, klar einen Fortschritt zu erkennen.
Deswegen ist es auch so schön, manchmal einfach einen Blogpost zu diesem Thema zu verfassen. Ansonsten habe ich mir eine Schreibstatistik gebastelt. Sie zeigt mir an, wie viel Wörter ich pro Monat geschrieben habe und wohin die Reise ungefähr gehen wird.  

Eines sagen die Zahlen aber nicht aus, nämlich den Fortschritt beim reinen Planen und beim Überarbeiten der vorhandenen Kapitel. Da ist inzwischen auch viel passiert. Ich habe viel ausführlicher jedes Kapitel geplottet. Das kann ich nur jedem Schreiberling ans Herz legen, denn es hilft viel schneller wieder in die Story zu kommen, wenn man mal ne Weile nicht geschrieben hat.

Da die Geschichte mit den 34 Kapiteln noch nicht zu Ende erzählt sein wird, liegt noch sehr viel Arbeit vor mir. Aber ich freue mich auch darauf.
Es war eine gute Entscheidung, die Geschichte in drei Parts aufzuteilen und mich erst einmal voll auf den ersten zu konzentrieren. Natürlich steht der Plot insgesamt schon für alle drei Teile, aber auch hier geht es wieder darum den Fortschritt zu sehen und auch mal das Gefühl zu haben, es zu schaffen, ein Projekt zum Abschluss zu bringen - selbst wenn es wie in diesem Fall nur ein Teilprojekt ist.

Und wenn mich einmal eine Schreibblockade plagt, dann lasse ich mir gerne verrückte kleine Schreibaufgaben stellen. Man hat mir ans Herz gelegt, eine solche einmal mit Euch zu teilen. Viel Spaß damit!


Die Aufgabe:
Schreibe aus dem Leben eines Abflussrohres.
Und was da alles so durchkommt...
Bitte - Ich will Kotze drinne haben, einen Arm, Haare..
Und die Grinsekatze soll sich reinverirren :D
weißt schon, die aus Alice im Wunderland :)
und schreib es NICHT wie einen Tagebucheintrag.


Es war ein ganz normaler Tag im Leben eines Abflussrohrs. Alles zog nur so an Rohry vorbei – oder besser gesagt: durch sie hindurch. Nasse, schleimige Pampe – tagein, tagaus.
Was gab’s Besseres?!
Rohry liebte den Mief und stellte sich schon lange nicht mehr so an, wie ihre Rohrkumpanin von nebenan. Die kreischte immer noch, wenn mal etwas spannendes passierte. Ein Wunder, dass Rohry noch keinen Tinitus hatte – oder vielleicht lag das auch nur an der Tatsache, dass Rohre gar keine Ohren hatten…
Wie dem auch sei: gerade dröhnte wieder ein schrilles Kreischen durch die Kanalisation. Aufregung und Vorfreude stiegen in Rohry auf – vielleicht hatten aber auch nur zu viele Menschen beschlossen, gleichzeitig ihre Klospülung zu betätigen und deswegen blubberte und brodelte es so ausgelassen in ihr.
„Was ist es diesmal?“ rief Rohry neugierig.
„HAAAAAREEEEE“, quiekte das andere Abflussrohr schrill. Sie war ganz und gar außer sich!
Diese Antwort enttäuschte Rohry maßlos. So etwas Alltägliches wie Haare begegnete ihr ständig. Doch irgendetwas schien wirklich nicht zu stimmen.
„AAAAAHHHHH…IIIIIIHHHH…BÄÄÄÄÄÄÄH“ krähte es immer noch von nebenan, woraufhin Rohry nur ein genervtes metallisches Seufzen von sich gab und blaffte: „Jetzt krieg dich mal wieder ein!“
„AAAAAARM!“
„Du bist ganz und gar nicht arm! Du bist ein  ABFLUSSROHR! Das hier ist dein Job!“
„NEEEEEEIN!“
„DOCH, OB DU‘S WILLST ODER NICHT!“
 „EIN AAAAARM!“
„WAS?!“
„DA STECKT EIN  ARM IN MIR FEST!“
„Du meinst das menschliche Körperteil?“, fragte Rohry verblüfft. Das war auch für sie etwas ganz Neues.
„JAAAAAAA! EIN AAAAARM!“
„Ach du heilige Rohrreinigung! Das ist ja der absolute Wahnsinn!“
„MACH WEEEEEG“ schrie das andere Abflussrohr immer noch total hysterisch.
„Ganz ruhig. Keine Panik.“
„ABER ICH HAAAABE PANIK! ROHRYYYY!“
„Was soll ich denn tun? Ich hänge hier genauso fest wie du da drüben! Versuch doch dich ein wenig zu bewegen und den Arm rauszu…uuuäääääh…
Ach, ich dachte schon, bei mir kommt jetzt der Rest des Menschen an…
Man das ist vielleicht ‘ne Mordsuppe!“, sagte Rohry erst ein wenig enttäuscht, dann aber fasziniert von der Kotze, die sich in ihr sammelte. Kotze besaß eine gewisse Individualität für das Abflussrohr.
Nebenan schüttelte sich das verstopfte Rohr verzweifelt. Doch der Arm steckte fest. So richtig fest!
Nun fing das verzweifelte Abflussrohr auch noch an zu wimmern, was Rohry aus ihren Gedanken riss. So konnte das nicht weitergehen. Also überlegte sie, wie ihre panische Freundin den Arm loswerden konnte.
FUUUUMP!
Nun steckte auch Etwas in Rohry fest. Lachend versuchte sie zu erkennen, was in ihr war. Es kitzelte unheimlich.
Doch wundersamer weise war nichts zu erkennen.
Eine Stimme schnauzte: „Lass mich los, Abflussrohr!“
„Wo bist du denn? Ich halte dich nicht fest“, meinte Rohry verwirrt und ein wenig atemlos von ihrem Lachkrampf zuvor.
„Mir ist hier drin auch nicht gerade zum Lachen zu Mute! Aber das brauche ich auch nicht“, knurrte es in Rohrys Inneren. Spitze weiße Zähne schienen in der Luft zu schweben.
Sprachlos erstarrte Rohry.
„Dieser verdammte verrückte Hutmacher hat mich doch wahrhaftig in eine seiner Teekannen gesperrt, als er seinen Nichtgeburtstag gefeiert hat und mich dann zusammen mit seinem ekelhaften Tee das Klo heruntergespült“, schrie die Grinsekatze wutentbrannt!
 „Aber warum…“, setzte Rohry an und wurde sogleich von ihrer Haarigen Verstopfung unterbrochen.
„Viel Spaß bei deiner Rutschpartie, hat dieser vermaledeite Kerl auch noch hinterhergerufen! DAS ICH NICHT LACHE! HA HA HA!“
Nebenan rüttelte und schüttelte sich immer noch das andere Abflussrohr und langsam wurde Rohry das alles zu viel. Besonders, bei dem ganzen Wimmern und Geschimpfe.
Was wurde denn bitte von ihr erwartet?! Sie war ein ABFLUSSROHR und nur, weil sie im Wunderland war, hieß das noch lange nicht, dass sie auch noch Rohrklempner und Seelenklempner sein musste!
„RUHE!“, schrie Rohry.
Ihre Rohrkumpanin sowie die Grinsekatze verstummten überrascht.
„Jetzt halt aber mal die Luft an, du Grinsevieh“, schnauzte das Abflussrohr. Und auch wenn es nicht so gemeint gewesen war, tat die Katze genau das.
Mit einem lauten PLOPP wurde sie weitergespült.
„Und was ist mit mir, was soll ich tun?“ fragte das armverstopfte Abflussrohr von nebenan hoffnungsvoll.
„Warten“, war Rohrys einzige Antwort.
Und wenn der Klempner noch nicht da war, dann steckt der Arm noch heute.

 

Freitag, 12. August 2016

Abgeholt, selber schuld! - Mein BFD in der Kita



Selten so viel draußen gewesen, wie in dieser Zeit :D


Es ist DER Satz, den jedes Kind an den Kopf geworfen bekommt, sobald es von den Eltern aus der Kita abgeholt wird, obwohl es doch am liebsten bleiben und weiterspielen würde. Doofe Eltern! Erst geben sie einen morgens im Kindergarten ab, obwohl man doch wieder nach Hause will und dann sind sie auch noch dreist genug, einen wieder abzuholen!
Mich haben nun zwar nicht meine Eltern abgeholt, aber die Zukunft hat es getan. Mein Freiwilligendienst ist beendet und ein neues Kapitel meines Lebens beginnt.
Aber bevor ich mich ganz auf das Neue konzentriere, möchte ich die letzten Monate noch einmal Revue passieren lassen.

Mittwoch, 6. Juli 2016

#livebetter !


In den letzten fünf Wochen haben wir uns ganz und gar einem Thema verschrieben:




Dazu kann so viel gesagt werden und wir haben wirklich nur einen kleinen Teil der möglichen Artikel-Ideen umgesetzt. Vor allem ging es uns dabei darum, dass wir selbst uns die Zeit nehmen uns näher mit bestimmten Themen befassen und auch andere dazu anregen, es uns gleich zu tun.

Freitag, 1. Juli 2016

#livebetter : Abseits aller Erwartungen



 
Wann hast DU das letzte Mal etwas getan 
- nicht weil man es von dir erwartete - 
sondern einfach, weil du es tun wolltest?

Wann hast DU das letzte Mal etwas nicht getan 
- einfach weil du negatives Feedback erwartet hast - 
obwohl du es gerne getan hättest?